Wieviel Licht braucht Sicherheit? – Planungsparameter einer Sicherheitsgeometrie

28. November 2018
15:15

Wieviel Licht braucht Sicherheit? – Planungsparameter einer Sicherheitsgeometrie

Nichts wird so regelmäßig mit Sicherheit in den Zusammenhang gebracht wie das Thema Licht bzw. Beleuchtung. Die dabei gerne getätigte Aussage, dass ein MEHR an Licht auch gleichbedeutend mit einem MEHR an Sicherheit ist, zeigt sich vor dem Hintergrund einer wissenschaftlichen Betrachtung kaum haltbar. Licht wirkt sich erheblich auf menschliches Verhalten und deren Wahrnehmung aus. Dass ein durchdachtes WENIGER nicht selten ein MEHR an Sicherheit ergibt, zeigt sich insbesondere für den öffentlichen Raum bedeutsam. Licht ist immer kontextbezogen zu betrachten und an der natürlichen Dynamik der Stadt als „gelebtem Organismus“ und der Beschaffenheit des Raumes auszurichten. Obwohl die Wirkungs- und Nutzungsmöglichkeiten von Licht weitestgehend bekannt sind, erfährt dieses in Bezug auf (Un)Sicherheit und deren dreidimensionaler Sicherheitsgeometrie oftmals keine Bedeutung und die wesentlichen Ressourcen einer sicherheitsfokussierten und -förderlichen Lichtplanung bleiben entsprechend ungenutzt.

Intelligente Beleuchtung muss die Bedeutung auf die Wahrnehmung und das Verhalten von Menschen berücksichtigen. Der Rhythmus des Tages und der Nacht ist als planerische Grundlage von Bedeutung und muss in den räumlichen Kontext gebracht werden. Anhand von Beispielen wird aufgezeigt, wie Beleuchtung menschliches Verhalten beeinflusst. Eine sicherheitsfokussierte Lichtplanung bedeutet auch: GUTES fördern und SCHLECHTES verhindern. Licht und Beleuchtung ist hierbei ein wichtiges Instrument und befindet sich bei dieser Betrachtung auch oftmals im Einklang mit der Natur und Umwelt. Da solche Betrachtungen aber immer individuell auf den jeweiligen Raum bezogen sind, liegt der Fokus auf der Analyse des Raumes und die daraus sich ergebenden Lösungen.